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Aktuelle Prognosen für 2025 und 2026

2025: Laut Allianz Trade wird die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland voraussichtlich um etwa 10 % auf rund 24.300 Fälle steigen. Dies stellt einen weiteren Anstieg nach einem Plus von etwa 23 % im Jahr 2024 dar.

2026: Die Prognose für 2026 zeigt eine Abschwächung des Anstiegs auf etwa 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies deutet auf eine mögliche Stabilisierung hin, wenn auch auf einem höheren Niveau als vor der Pandemie.

Ursachen des Anstiegs

Die steigenden Insolvenzzahlen werden durch mehrere Faktoren beeinflusst:

  • Wirtschaftliche Schwäche: Die anhaltende Konjunkturflaute und eine schwache Binnennachfrage setzen vielen Unternehmen zu.
  • Hohe Zinssätze: Die erhöhten Finanzierungskosten belasten insbesondere Unternehmen mit hohem Verschuldungsgrad.
  • Strukturelle Herausforderungen: Die Anpassung an die Energiewende und der notwendige Strukturwandel in der Industrie stellen zusätzliche Belastungen dar.

Mögliche Gegenmaßnahmen

Um der Insolvenzwelle entgegenzuwirken, könnten verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  • Fiskalische Impulse: Ein 500-Milliarden-Euro-Infrastrukturfonds und die Lockerung der Schuldenbremse könnten finanzielle Spielräume schaffen und der Wirtschaft neue Impulse geben.
  • Strukturelle Reformen: Notwendig sind Anpassungen in Bereichen wie Dekarbonisierung, Innovation und Bürokratieabbau, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
  • Unterstützung für Unternehmen: Gezielte Förderprogramme und Beratungsangebote könnten insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen helfen, die Herausforderungen zu meistern.

Trotz dieser Maßnahmen bleibt die wirtschaftliche Lage angespannt, und Unternehmen sollten sich auf mögliche weitere Herausforderungen einstellen.